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Numerologie

aus ParaOnline Enzyklopaedie - Die Enzyklopaedie des Paranormalen, der freien Wissensdatenbank
Unter Numerologie bzw. Zahlenmystik versteht man die Überzeugung, dass Zahlen und Kombinationen aus Zahlen außer ihrer mathematischen Funktion eine weitere Bedeutung zukommt. Aus mathematisch-naturwissenschaftlicher Sicht gilt die Numerologie weithin als Pseudowissenschaft, denn zu den oft verblüffenden Ergebnissen, die sich aus Verknüpfungen von Personen und Ereignissen mit mystischen Zahlen ergeben, führt die einfache Tatsache, dass im Verlauf der menschlichen Geschichte sehr viele solcher Verknüpfungen von Zahlen mit Ereignissen, Gegenständen, Menschen und was sonst noch vorstellbar ist, entstanden sind. Darum ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man zu jeder beliebigen und nicht all zu großen Zahl Bemerkenswertes zusammentragen kann. Wenn nun alles zu einer Verknüpfung zwischen Ereignissen und Zahlen passende herausgegriffen und alles nicht passende ignoriert wird, entsteht der Eindruck, dass diesen Zahlen eine besondere Bedeutung zukäme.

Jedoch haben bestimmte Zahlen oft eine kulturelle oder religiöse Bedeutung in den verschiedensten Kulturen. Daher stammt auch die Aufteilung der Woche in sieben Tage, des Tages und der Nacht in je zwölf Stunden, der Stunden und Minuten in jeweils sechzig Teile. Die Zahl zehn hat für den Menschen schon aufgrund der Finger eine grundsätzliche Bedeutung.

eins: Gott, Sonne, Mann - Grundlage aller Zahlen
zwei: Teufel, Mond, Frau - steht für weibliche Eigenschaften
drei: Trinität, Versöhnung von Gegensätzen, Gott Jupiter
vier: Materie, Gott Uranus
fünf: Sinnlichkeit]], Männlichkeit, Sexualität, Gott Merkur
sechs: Ehe]], Harmonie, Göttin Venus
sieben: Geburt, Tod, Magie, Gott Neptun
acht: materielle Welt, Gerechtigkeit, Gott Saturn
neun: Geist, Gott Mars
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Biblische Zahlensymbolik
Auch in der Bibel wird den Zahlen 1, 2, 3, 4, 6, 7, 9, 10, 12, 13, 40, 153, 144.000 und ihren Vielfachen besondere Bedeutung zugeschrieben:

eins: Einzigartigkeit, z. B. in Bezug auf Gott (5. Mose 6,4), Einmaligkeit (Jesaja 42,8), Einigkeit (Johannes 10,30; 17,21; Galater 3,28), z.B. auch in der Ehe (1. Mose 2,24; Matthäus 19,6; Epheser 5,28-32)
zwei: Bei Rechtsbestimmungen zwei Zeugen zur Bekräftigung (5. Mose 17,6; 19,15; Matthäus 18,16; Johannes 8,17f; 2. Korinther 13,1; 1. Timotheus 5,19; Hebräer 10,28). Wiederholung zur Erhöhung des Wahrheitsgehalts (1. Mose 41,32)
drei: Höhere Eindringlichkeit als bei Zwei (Prediger 4,12; Matthäus 26, 34. 75; Johannes 21, 15-17). Betonung der Heiligkeit Gottes (Jesaja 6,3; Offenbarung 4,8). In nachbiblischer Zeit auch auf die Trinität aus Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist angewendet. Jesus am dritten Tage auferstanden von den Toten.
vier: Anzahl der Evangelien im Neuen Testament.
sechs: Bleibt im Zahlenwert unter der Sieben und deutet damit auf Unvollkommenheit und Unzulänglichkeit hin, in dreifacher Steigerung bei sechshundertsechsundsechzig in Offenbarung 13,18 zu sehen.
sieben: Vollkommenheit oder Vollständigkeit, Schöpfungswoche mit dem siebten Tag als besonderem Ruhetag Sabbat = Samstag. Das Fest der ungesäuerten Brote und das Laubhüttenfest dauerten je sieben Tage (2. Mose 34,18; 3. Mose 23,34).
Steht als 7 x 7 x 7 (sieben mal sieben mal sieben) auch für die Unendlichkeit / das Unendliche. Außerdem: die sieben Bitten des Vaterunsers, die sieben Freuden der Mariä, die sieben Gaben des Heiligen Geistes, die sieben Worte Christi am Kreuz, die sieben Todsünden, die sieben Sakramente.
neun: Als Dreimaldrei Bezug zur Dreifaltigkeit; Zahl der Engelchöre (unter Bezug auf Kolosser 1,16; Epheser 1,12.3,10; Römer 8,38f.: Throne, Cherubim, Seraphim; Herrschaften, Fürstentümer, Gewalten; Engel, Erzengel, Tugenden).
zehn: Gebote
zwölf: Stämme Israels, Jünger Jesu. Die Zwölf ist wie die Sieben eine Zahl der Begegnung von Gott und Mensch: 3 x 4 = 12. Die Zwölf Söhne Jakobs als die Stammväter der 12 Stämme Israels und die 12 Apostel gelten als vollkommenen Kultgemeinschaften Gottes, die die noch ausstehende Erlösung vorwegnehmen.
dreizehn: Nicht in der Bibel belegt: teuflische Zahl, entstanden aus der Störung der Zahl zwölf, die das göttliche Gleichgewicht darstellt.
vierzig: Jahre in der Wüste nach dem Auszug aus Ägypten, 40 Tage Versuchung Jesu in der Wüste. Allgemein sind vierzig Tage eine häufige Vorbereitungszeit für Menschen: Mose war 40 Tage auf dem Berg (2. Mose 24,18), Elia war 40 Tage unterwegs, um Gott am Horeb zu begegnen (1. Kön. 19,8), Jona verkündigte den Bewohnern von Ninive eine 40-Tage-Frist (Jon 3,4), Jesus zeigte sich nach der Auferstehung vierzig Tage seinen Jüngern (Apg. 1,3)...
Hundertdreiundfünfzig: 144 + 9 = 12 x 12 + 3 x 3 Fische im Netz, Johannes 21,11
144.000: 12 x 12 x 1.000 - die (symbolische?) Anzahl der "versiegelten" Israeliten in der Offenbarung
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Literatur zur biblischen Zahlensymbolik
Gerd Heinz-Mohr: Lexikon der Symbole. Bilder und Zeichen der christlichen Kunst, (Diederichs) Düsseldorf/Köln (6) 1981, S. 311; ISBN 3-424-00702-1
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Babylonische Zahlensymbolik
Für altorientalische Religionen wie z. B. in Babylon haben Zahlen eine mystische Bedeutung. Bestimmte Zahlen entsprechen dem Einfluss der Gestirne und Konstellationen

eins: Ist das Zeichen für Einheit.
zwei: Ist das Zeichen für die Zweiteilung des Weltalls, oben und unten; auch Mond und Sonne, Winter und Sommer wurden damit in Verbindung gebracht.
drei: Entspringt der Dreiteilung des Kosmos in drei Sphären der Fixsterne; ebenso Dreiteilung des irdischen Alls in Lufthimmel, Erde und Ozean. Auch die Trias Vater, Mutter, Sohn (Ea, Damkina, Marduk) lässt sich damit in Verbindung bringen.
vier: Die vier Weltecken, vier Weltrichtungen, vier Winde, vier Jahreszeiten, vier Phasen des Mondes usw. stehen in damit in Zusammenhang.
fünf: Das mystische Pentagramm entstand durch Hinzuziehen der Venus als 5. Dimension zu den Planeten der vier Weltecken. Die Woche von fünf Tagen, die kosmischen Türme von fünf Stufen sind zu identifizieren.
sechs: Zahl des Hadad. Sechs Doppelmonate, sechs Weltalter zuweilen wird das Sonnenrad mit sechs Strahlen dargestellt.
sieben: Zahl der Planeten, sieben kosmische Türme mit sieben Stufen, sieben Locken des Gilgamesch, sieben Zweige des Lebensbaums, sieben Plejaden, sieben Hauptsterne am großen Himmelswagen, sieben Namen des Mars, sieben Wochentage mit Hervorhebung des 7. als Unglückstag. Sieben Tage steigt die babylonische Flut, sieben Tage fällt die Flut, sieben Sühneriten, Schlange mit sieben Köpfen oder sieben Zungen. Sieben Tore hat die Unterwelt in der Höllenfahrt der Ištar.
acht: Ist die Zahl der Ištar-Venus. Sie wird durch ein 8-strahliges Zeichen dargestellt, verdreifacht bedeutet das Zeichen "Stern". Acht Richtungen der Windrose, acht Speichen des Glücksrades, acht Tore hat ein Bauwerk Sanheribs.
neun: Hervorgehoben in bestimmten Kalendersystemen, zerlegt in 3 x 3; multipliziert mit 3 ergibt den Tag, an dem sich Mond und Sonne die Bestimmung teilen (27).
zehn: Zahl des Marduk.
elf: Die elf Strahlen Marduks, elfsaitige Harfe aus Telloh.
zwölf: Zahl des Nergal. Grundlage des Duodezimalsystems (5 + 7; 5 x 12). Der zwölfjährige Umlauf des Jupiter, Zwölfteilung des Tierkreises, 12 Doppelstunden für den Tag. 12 Schaubrote in den Ritualtafeln, bisweilen auch die Zahl des babylonischen Olymp.
dreizehn: Die 13 gehört zur Zwölf. Galt als Glückszahl durch (12 + 1) Götterpaare.
vierzehn: Zahl der bösen Dämonen. Verdoppelung der Sieben. Vierzehn Tore hat die Unterwelt in der Legende, vierzehn Nothelfer begleiten Nergal in die Unterwelt.
fünfzehn: Zahl der Ištar. Ruhetag im Mondlauf, Vollmondstag, Nebukadnezar baut in 15 Tagen seinen Palast. Niniveh, Stadt der Ištar hat 15 Tore.
fünfzig: 50 Ehrennamen des Marduk, 50 Tempel.
siebzig: Zahl des vollendeten Kreislaufs. 70 Seelen ziehen mit Jakob nach Ägypten.
zweiundsiebzig: 72 Älteste; Sonnenrechnung (5 x 72 = 360); Präzessionszahl (in 72 Jahren wandert der Frühlingspunkt um 1 Grad).
dreihundertsechzig: Rundzahl des Jahres. 30 x 12 Brote aus Weizenmehl werden beim Tempelbau-Ritus aufgelegt.
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Numerologie nach Reichstein
Herbert Reichstein ist der Begründer der klassischen Numerologie /1/ im deutschen Sprachraum. Seine Umrechnungsmethode der 26 Buchstaben des lateinischen Alphabets basiert auf deren Zuordnung zu den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets.

Alphabet-Zahlenschlüssel /2/:

A, Ä = 1 ; hebr.: Aleph
B = 2 ; hebr.: Beth (Beis)
C = 11 ; hebr.: Caph (Kaf)
D = 4 ; hebr.: Daleth
E = 5 ; hebr.: He (Hei)
F = 17 ; hebr.: Phe (Pe)
G = 3 ; hebr.: Ghimel (Gimel)
H, CH = 8 ; hebr.: Chet (Cheth)
I, J = 10 ; hebr.: Jod (Jut)
K = 11 ; hebr.: Caph (Kaf)
L = 12 ; hebr.: Lamed
M = 13 ; hebr.: Mem
N = 14 ; hebr.: Nun
O, Ö = 16 ; hebr.: Hain (Ajin)
P, PH = 17 ; hebr.: Phe (Pe)
Q = 19 ; hebr.: Coph (Koph)
R = 20 ; hebr.: Resch
S = 21 ; hebr.: Shin
SCH, SH = 18 ; hebr.: Tsade (Zade)
T = 9 ; hebr.: Theth (Tet)
TH = 22 ; hebr.: Thau (Taw)
TS, TZ = 18 ; hebr.: Tsade (Zade)
U, Ü, V, W = 6 ; hebr.: Vau (Vav)
X = 15 ; hebr.: Samech (Sameck)
Y = 10 ; hebr.: Jod (Jut)
Z = 7 ; hebr.: Zain (Zayin)
Nach Herbert Reichstein haben die Zahlen 1 bis 22 folgende Bedeutung /2/:

1 = Wille
2 = Wissen
3 = Ehe, Gemeinschaft
4 = Tat
5 = Religion, Heilung
6 = Versuchung, Sex
7 = Sieg
8 = Gerechtigkeit
9 = Weisheit
10 = Wechsel des Glücks
11 = Spirituale Macht
12 = Opferung, Sühne
13 = Transformation
14 = Aktivität, Selbstzucht
15 = Wirkungskraft, Magie
16 = Probleme, Katastrophen
17 = Wahrheit, Glaube, Hoffnung
18 = Falschheit, Krankheit
19 = Harmonie, Freunde
20 = Erwachen, Wiedergeburt
21 = Erfolg
22 = Illusionen, Misserfolge
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Literatur zur Numerologie nach Reichstein
/1/ Herbert Reichstein: Praktisches Lehrbuch der Kabbala. Magie und Mystik der Namen und Zahlen, (Richard Schikowski) Berlin (6) 1995; ISBN 3-87702-025-9
/2/ Inhalt des Numerologie-Programms NumeX® (http://www.numex.de/), © TOKO Institut e.V., Hagen, 1997 - 2005

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Weiteres
Auch die Chinesen messen Zahlen eine große Bedeutung zu. Zum Beispiel ist hier die "4" die Unglückszahl, weil sie im Chinesischen ähnlich wie "Sterben" und "Tod" klingt. "8" ist die Glückszahl, "38" jedoch bedeutet "blöd" oder "Idiot".

Einige Verschwörungstheoretiker messen Zahlen eine große Bedeutung zu – siehe Dreiundzwanzig.

Nach dem Roman Per Anhalter durch die Galaxis ist "42" die Antwort auf die "Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest" – siehe 42 (Antwort).

Auch gebräuchlich – hat aber nichts mit Numerologie zu tun – ist das Beschreiben eines Buchstabens durch den Zahlenwert seiner Position im lateinischen Alphabet

In Zusammenhang mit den Hells Angels wird oft auch das Kürzel 81MC (Hells Angels Motorcycle Club) verwendet.
In Kreisen mit nationalsozialistischem Gedankengut sind folgende Kürzel gebräuchlich:
18 (AH = Adolf Hitler)
28 (BH = Blood & Honour)
88 (HH = Heil Hitler)
198 (SH = Sieg Heil)
244 (2*44 = 88, siehe oben)
1347 (Mit deutschem Gruß)
Der Ku Klux Klan wird oftmals mit 311 umschrieben (3×11 = 3*K)
Auch steht 14 für die "berühmten" vierzehn Worte des Ku-Klux-Klan-Mannes David Lane:
"We must secure the existence of our people and a future for white children"
"Wir müssen den Fortbestand unserer Leute (der arischen Rasse) und die Zukunft der weißen Kinder sicherstellen"

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Weblinks
hebräische Zahlensymbolik in der Bibel (http://www.kreudenstein-online.de/Bibelkritik/zahlensymbolik.htm)
Texte zur Numerologie nach Reichstein ("Schicksal in Zahlen") und Numerologie-Programm NumeX® (http://www.numex.de/)
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Literatur
Underwood Dudley: Die Macht der Zahl, 1999, ISBN 3764359781 (Kritik an Numerologie)